Gutes vom Dinkelberg

Wappengalerie N - Z

Wappen Nollingen Nollingen
Nollingen, die Muttergemeinde der jungen Industriestadt Rheinfelden (Baden) wurde bereits 752 in einer Urkunde des Klosters St. Gallen schriftlich erwähnt. Es handelt sich dabei um eine Schenkung: ein begüterter Alemanne namens Dudar, vermachte seinen Besitz „Lollincas" der „heiligen Kirche, die als Kloster zu Ehren des heiligen Gallus errichtet ist...", also dem Kloster St. Gallen. Der ursprüngliche Name „Lollincas" hat sich später zu „Lollinga" gewandelt und wurde über „Lolingam" zu „Nollingin" und ab dem Jahr 1284 zum heutigen Namen „Nollingen".
In Nollingen bildete sich schon früh ein eigenes Adelsgeschlecht heraus, die 1202 erstmals genannten „Ritter von Nollingen". Sie besaßen im Dorf eine Wasserburg, starben jedoch im bereits im 15. Jahrhundert aus.
Bedingt durch den Kraftwerksbau 1894 bis 1898 und als Folge der daraus resultierenden Ansiedelung von Industrie, entwickelte sich aus dem kleinen Bauerndorf zunächst die Doppelgemeinde Nollingen-Badisch Rheinfelden. Nach der Eingemeindung von Warmbach erfolgte 1922 die Erhebung zu Stadt Rheinfelden (Baden). Nollingen hat heute 3144 Einwohner (Stand: 05.08.2004)
Nach der Stadterhebung und Namensänderung wurde das Wappen der "Ritter von Nollingen", für Rheinfelden (Baden) beibehalten: In Gold ein aufgerichteter roter Löwe, der in der linken Vorderpranke eine stilisierte rote Rose hält.
Nordschwaben
Das heutige Wappen stammt aus dem Jahr 1950. Der Ort ist 1267 erstmals als „Nortswaben“ erwähnt und besaß damals schon einen eigenen Ortsadel, die Edelknechte von Nordschwaben.
Dieser Ortsadel, Vasallen der Markgrafen von Hachberg-Sausenberg, besaß jedoch nicht die Dorfherrschaft, denn Nordschwaben gehörte schon damals zur Grafschaft Rheinfelden und kam mit dieser im Jahr 1449 zu Österreich.
Rheinfelden
Mit Beschluss vom 17. Oktober 1922 nach langen schwierigen Verhandlungen erfolgte die Erhebung der bisherigen Gemeinden Nollingen-Badisch Rheinfelden und Warmbach zur Stadt durch das Staatsministerium, aber nun unter dem Namen Rheinfelden, seit 1963 offiziell mit dem Zusatz „Baden“.
Nach der Stadterhebung und Namensänderung wurde das Wappen der “Ritter von Nollingen“, ein Adelsgeschlecht, das bereits im 15. Jahrhundert ausgestorben war, für Rheinfelden (Baden) beibehalten: In Gold ein aufgerichteter roter Löwe, der in der linken Vorderpranke eine stilisierte rote Rose hält.
Riehen (CH)
Schopfheim
Schopfheim wurde als Stadt um 1250 gegründet. Im Jahre 1529 verlieh Markgraf Ernst von Baden der Stadt Schopfheim ein eigenes Siegel (Wappen) als Dank für die gezeigte Herrschaftstreue. Das Wappen ist zweigeteilt, zur Hälfte zeigte es das Baden-Hochberger Wappen, zur anderen Hälfte den Schutzpatron der Stadt, den Heiligen Michael. Die Farben der linken Hälfte änderten sind während der Jahre und wurden offiziell 1964 festgestellt und bewilligt.
Schwörstadt
Die Besiedlung der Umgebung Schwörstadts reicht bis in die Steinzeit zurück.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Schwörstadt jedoch erst im Jahr 1246.
Der Name Schwörstadt, zur damaligen Zeit als "swercstat" bezeichnet, gibt uns darüber einen gewissen Aufschluss. Man kann davon ausgehen, dass dieser Name zuerst ein Flurname oder eine Stellenbezeichnung gewesen ist, ehe er sich als Ortsname durchsetzen kann. Er setzt sich aus zwei Teilen zusammen. Das Wort "stat" bedeutet soviel wie Stätte, Handelsplatz oder auch Ort. Neueste Grabungen und Funde könnten Beleg dafür sein, dass das Wort "stat" auf ein römisches Kastell hinweist. Das "swer" bedeutet soviel wie "am Wasser gelegen". Diese Wortbildung dürfte um das 6. Jahrhundert entstanden sein.
Wenn in den späteren Urkunden oft nur von "swercstat" gesprochen wird, so ist häufig die Herrschaft oder die Pfarrei damit gemeint. Fast unbemerkt entwickeln sich "Obern - und Nidern Swercstat" mit "Niderntoßenbah" und "Toßenbah" selbstständig, wohlgemerkt im Rahmen des Herrschaftsgebietes derer von Wieladingen, vom Stein und von Schönau sowie der Grafen von Rheinfelden.
Steinen
Im geteiltem Schild oben in Blau eine aus sieben Steinen bestehende silberne Mauer auf der Teilung, unten in Grün ein silberner Wellenbalken. In die damalige Gemeinde Steinen sind eingegliedert Weitenau seit 1. Januar und Endenburg seit 1. Oktober 1974. Die neue Gemeinde Steinen ist gebildet worden am 1. Januar 1975 durch Vereinigung von Hägelberg, Höllstein, Hüsingen, Schlächtenhaus und Steinen. Das Gemeindegebiet kam 1503 mit der Markgrafschaft Hachberg-Sausenberg an Markgraf Christoph I. von Baden. Nach dem Badenschen Hof- und Staats-Kalender für das Jahr 1786 zählte es damals zum Steinemer Viertel des markgräflich badischen Oberamtes Rötteln, das seinen Sitz in Lörrach hatte.
Hägelberg, Hüsingen und Höllstein gehörten zur Vogtei Steinen, Endenburg zur Vogtei Tegernau, Schlächtenhaus zur Vogtei Weitenau. In sämtlichen heutigen Ortsteilen hatte ehemals das Kloster St. Blasien beziehungsweise dessen Propstei Weitenau Besitz und Rechte. Zur Findung des neuen Gemeindewappens wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben. Fünf der zahlreichen Entwürfe konnten mit Preisen bedacht werden. Am 28. September 1976 entschied sich der Gemeinderat für das eingangs beschriebene, vom Generallandesarchiv entworfene Wappen.
Von den nach dem Grundsatz Bild vor Feld in Frage kommenden Flaggenfarben Weiß-Blau und Weiß-Grün wählte der Gemeinderat die letzteren. Die Lösung knüpft an das alte Hoheitszeichen Steinens an und stimmt es eindrucksvoll auf die durch die Gemeindereform geschaffenen Verhältnisse ab. Die sieben Steine wollen die Erinnerung an die sieben Gemeinden wachhalten, aus denen sich das neue Steinen entwickelt hat. Die Mauer ist Symbol der Gemeinschaft. Der Wellenbalken steht für die Wiese. Das Wappen nebst der Flagge in den Farben Weiß-Grün hat das Landratsamt Lörrach am 15. Dezember 1976 verliehen.
Wehr
Wehr wurde 1092 erstmals urkundlich erwähnt.
Das Wappen ist eine Kombination aus dem Flusses Wehra und Lindenbäume, die typische für die umliegenden Wälder sind. Die Ortsteile Öflingen, Öflingen-Brennet, Günnenbach, Kreuzmatt, Hemmet, Flienken und Enkendorf bilden mit Wehr seit der Gemeindereform 1972 die Gemeinde Wehr mit rund 13100 Einwohnern.
Das Siedlungsgebiet erstreckt sich von Öflingen-Brennet talaufwärts bis Wehr ungefähr 6 Kilometer entlang der Wehra.
Wiechs
In Blau auf den Kuppen eines silbernen Dreiberges je eine goldene Getreideähre, die mittlere mit zwei, die äußeren mit je einem Blatt. In einer Urkunde von 807 Mai 17 überließ Emthrud dem Kloster St. Gallen ihren Besitz in villa qui dicitur Wechsa, hoc est in pago Brisicauve, was Dorf Wechsa im Breisgau heißt (Urkundenbuch St. Gallen I, 184). Im 14. Jahrhundert taucht der Ortsname als Wiehs und Wiechs auf (Krieger). Nach der Amtlichen Beschreibung kommt er von wich (= vicus = Hof, Gehöft).
Das Kloster St. Blasien, seine Propstei Weitenau und das Basler Hochstift waren hier begütert. Als Siegelbild findet sich im 19. Jahrhundert ein mit der groß herzoglichen Krone bedeckter und gespaltener Schild, vorn der badische Schrägbalken, hinten schon die drei Ähren.
Diese hatte man in das 1902 vom Generallandesarchiv gestaltete und von der Gemeinde bis zuletzt geführte Wappen übernommen. In der Symbolik der Zeichen darf man durchaus das geländebeschreibende Spiegelbild des Ortes vermuten. Liegt er doch am Nordhang des Dinkelberges, der seinen Namen dem dort einst vorherrschenden Anbau von Dinkel (= Weizenart) verdankt.
Weil am Rhein
Das Wappen von Weil am Rhein zeigt in Silber über einem erniedrigten blauen Wellenbalken eine stilisierte blaue Weintraube mit acht sichtbaren Beeren und grünem Blatt. Die Stadtflagge ist blau-weiß. Wappen und Flagge wurden vom Innenministerium Baden-Württemberg am 6. August 1962 verliehen.
Bis ins 18. Jahrhundert trug die Gemeinde Weil ein Rebmesser und die Initiale "W" in ihren Siegeln. 1811 tritt anstelle des Rebmessers die Weintraube auf. Nach der Stadterhebung 1929 setzte man die Traube in einen Wappenschild. Ab 1952 bemühte man sich um eine amtliche Festlegung des Wappens, die dann 1962 zur Wappenverleihung führte. Neben dem Weinbausymbol wählte man den Wellenbalken als Hinweis auf den Rhein. Die Wappen der in den 1970er Jahren eingegliederten Gemeinden trugen auch Weinbausymbole oder Symbole im Bezug auf den Rhein und so stellt das 1962 verliehene Weiler Wappen auch eine Verbindung zu den heutigen Stadtteilen dar.

Quelle: www.ngw.nl